Der Bandscheibenvorfall beim Hund

Grundsätzlich kennen wir 3 verschiedene Arten von Bandscheibenvorfällen beim Hund, genauer gesagt der Veränderungen der Bandscheibe. Entsprechend dessen sieht man Tiere mit unterschiedlichen Symptomen in der Praxis.

1. Bandscheibenhernie oder – prolaps
Das bedeutet, dass die Bandscheibe sich nicht an ihrem korrekten anatomischen Platz befindet und ein Teil des Faserrings sowie des Kerns ins Rückenmark vorgefallen ist.

2. Bandscheibenprotrusion
Die Bandscheibe kann sowohl ins Rückenmark vorgewölbt sein, aber auch seitlich in den Kanal für die austretenden Nervenfasern liegen, sie ist aber in der Regel als gesamtes noch intakt.

3. Bandscheibenextrusion
Hierbei hat der äußere Faserring der Bandscheibe ein Loch durch das der Kern austritt und sich ins Rückenmark ausbreiten kann.

Außerdem gibt es eine Klassifikation in Typ 1 und Typ 2.

Typ 1
Diese Art von Bandscheibenveränderungen kommt fast ausschließlich bei den sog. chondrodysplastischen Rassen (Dackel, Basset, etc.) vor. Es handelt sich dabei um eine Degeneration (Wasserverlust und mehr bindegewebige Struktur sowie Verkalkungen) der Bandscheiben. In Studien wurde festgestellt, dass die Degeneration z.T. im Alter von 6 Monaten beginnt. Wenn die Hunde 1 Jahr alt sind, sind ca. 75 % der Bandscheiben schon betroffen. Mit 2 Jahren liegt die Rate der betroffenen Bandscheiben durchschnittlich schon bei 90 %.

Typ 2
Kommt vermehrt bei den großen Rassen, wie Schäferhund, Doggen, etc. vor, betrifft aber auch kleinere Rassen. Beginnt meist im Alter zwischen 6-8 Jahren. Klinisch auffällig werden sie oft erst später (8-10 Jahre) und der Prozess entwickelt sich oft schleichend. Bei einer Protrusion wölbt sich der Faserring der Bandscheibe in den Rückenmarkskanal.

Bandscheibenvorfall beim Hund

Wer mehr über die Behandlung, Einteilung sowie Beurteilung der Symptome wissen möchte, kann gerne eine Termin vereinbaren.
Gerne telefonisch unter 0711 605435 oder eine Mail an info@dr-haeusler.com.

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